"Ich mag das Dorf in der Kleinstadt"
Der entspannten Schildkröte Loreen sind wahrscheinlich schon alle Kinder begegnet, wenn sie das Lentos Kunstmuseum besucht haben. Schilder mit Loreen begleiten die Kinder auf dem Rundgang durch die Ausstellung, machen sie auf besondere Bilder aufmerksam und regen sie auch an, eine Ausstellung langsam - wie eine Schildkröte eben - anzusehen. Beim Eintritt ins Museum bekommen Kinder ein Stifte und ein Heft mit, in dem sie nach Bildern suchen und auch selbst zeichnen können.
Katja Seifert ist Illustratorin und die Schöpferin der Schildkröte Loreen. "Sie ist meine wohl bisher populärste Arbeit", sagt Katja Seifert, die mit ihrer Familie in Linz lebt. Ihre Illustrationen findet man aber auch auf Websites von Firmen, Postkartenserien oder derzeit bei einem einmonatigen Pop-up-Store der Greißlerei im Raumschiff. Im Moment arbeitet sie mit einer Schneiderin an einem Label, das im Herbst 2017 online starten wird.
"Ich zeichne aber immer noch sehr gern einfach auch für mich selber und halte gerne Momente des Alltags fest", sagt sie. Wie das aussieht, kann man auf ihrer Website www.katuuschka.com und ihren Social-Media-Kanälen ansehen.
Katja Seifert, die Mutter eines bald 3-jährigen Sohnes ist, hat Linzerkind ihre Tipps für die Stadt und rundherum verraten.
Schildkröte Loreen.
Was magst Du an Linz und Oberösterreich?
Ich mag das Dorf in der Kleinstadt, sei es die Vertrautheit der Wege durch Linz, oder das „sich auf der Straße treffen“ und, dass alles mit dem Rad nur zehn Minuten entfernt ist - der Bezug zum Grünen in Linz selber und rundherum.
Vor allem, finde ich, hat Linz eine wunderbar vernetzte Kreativ-Szene mit unglaublich viel Können.
Was stört Dich, bzw was würdest Du gerne ändern?
Dass in Linz lang bestehende „Grüne Oasen“ aufgrund von mehr Parkplätzen geopfert werden sollen. Ich würde mir eine Vorgehensweise wünschen, die mehr Fokus auf die Lebensqualität in Linz und die RadfahrerInnen legt, und nicht einzig auf den Autoverkehr.
Was unternehmt Ihr als Familie gern gemeinsam?
Wir wohnen in der Nähe des Bauernbergs. Dort sind wir sehr oft und sehr gern, im Winter wie im Sommer.
Euer liebstes Kulturprogramm?
Das Ars Electronica Festival und das Nextcomic Festival.
Euer liebstes Freizeitprogramm?
Ein Nachmittag am Bauernberg oder an der Donau, und im Sommer die letzten Stunden vor Badeschluss im Parkbad.
Dein Lieblingsplatz in Linz?
Eindeutig der Bauernberg.
Was ist Deine stärkste Erinnerung an Deine Kindheit in Zusammenhang mit der Stadt?
Bevor wir nach Linz zogen, war ich sehr oft bei meinen Großeltern zu Besuch. Die unendlichen Weiten der Felder und Wegen rund um den Urnenhain habe ich immer noch im Kopf. Und die Fahrt mit der Straßenbahn in die Stadt - und der warme Wind im alten Passage an kalten Tagen. Über den freue ich mich heute noch.
Deine liebste Sehenswürdigkeit?
Ich war nun seit langem wieder im „Mural Harbor“ unterwegs und bin wirklich beeindruckt von den Kunstwerken und der Atmosphäre im Hafengebiet.
Dein Jahreshighlight in Linz und rundherum?
Heuer freuen wir uns schon sehr auf das Ahoi! The Full Hit of Summer Festival an der Donaulände – und einen sonnigen Sommer in Linz.
Für welche Kinder-Aktivität lohnt es sich auch einmal, eine Stunde aus der Stadt rauszufahren?
An den Traunsee, an den Attersee und auch mal Baden an der Aist.
Das kinderfreundlichste Lokal, das Du kennst?
Die Gerberei als Café, und als Restaurant, für mittags, das Gelbe Krokodil.
Deine liebsten Kinderbücher?
"Der Weg nach Hause" von Oliver Jeffers
"Wo ist mein Hut" von Jon Klassen
"Alle Welt" - ein wunderbar illustrierter Kinderatlas, zum endlos Stöbern und Reisen -
...und, als ich noch Kind war: Märchenbücher.
Dein liebstes Kinderlied?
Das Pumuckl-Lied.
Dein Einkaufstipp rund um Kinder in Linz und Umgebung?
Das Kinderkram und Natürlich Baby.
Dein Geheimtipp für Linz und rundherum?
Die Kinderbibliothek im Wissensturm.